Wer in Wolnzach, Pfaffenhofen oder München nach einem Handwerker, einer Praxis oder einem Dienstleister sucht, sieht in der Google Suche und auf Google Maps zuerst die Einträge in der Nähe. Dieser Beitrag richtet sich an kleine Betriebe, die dort auftauchen möchten, und zeigt, wie Sie ein Unternehmensprofil anlegen, bestätigen und pflegen, ohne dafür Geld auszugeben.
Was ist ein Google Unternehmensprofil?
Das Google Unternehmensprofil ist der kostenlose Eintrag Ihres Betriebs in der Google Suche und auf Google Maps. Er zeigt Name, Kategorie, Adresse oder Einzugsgebiet, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Website, Fotos und Kundenrezensionen an einer Stelle. Früher hieß das Angebot „Google My Business“.
Das Profil ist eine eigene Fläche bei Google und ersetzt keine Website. Beides ergänzt sich: Das Profil bringt Sie in die Ortssuche, die Website erklärt, was Sie anbieten und warum Kunden Ihnen vertrauen können. Mehr zur eigenen Seite finden Sie auf der Seite Websites.
Wovon hängt die Platzierung in der Ortssuche ab?
Google nennt drei Hauptfaktoren: Relevanz, Entfernung und Beliebtheit. Wie genau diese gewichtet werden, hält Google geheim, und ein besseres Ranking lässt sich laut Google nicht kaufen.
| Faktor | Was Google darunter versteht | Was Sie beeinflussen können |
|---|---|---|
| Relevanz | Wie gut das Profil zur Suchanfrage passt | Vollständige und genaue Angaben, passende Kategorie |
| Entfernung | Wie weit der Betrieb vom Suchenden entfernt ist | Nichts. Wichtig ist nur eine korrekte Adresse oder ein korrektes Einzugsgebiet |
| Beliebtheit | Wie bekannt der Betrieb ist, unter anderem anhand von Rezensionen und verweisenden Websites | Echte Rezensionen sammeln und beantworten, Verlinkung durch Verzeichnisse und Partner |
Die Entfernung lässt sich nicht verbessern. Deshalb lohnt es sich, bei Relevanz und Beliebtheit sauber zu arbeiten.
So legen Sie Ihr Profil an
Die Einrichtung dauert für einen kleinen Betrieb in der Regel nicht lange, sofern Sie die Angaben bereithalten. Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:
- Angaben sammeln. Legen Sie Firmenname, Anschrift, Telefonnummer, Website, Öffnungszeiten und einige Fotos bereit. Die Angaben sollten mit Ihrem Impressum übereinstimmen.
- Konto verwenden. Melden Sie sich mit einem Google-Konto an, auf das auch Ihr Betrieb zugreifen kann. Ein Konto, das nur an eine Privatperson gebunden ist, erschwert später die Übergabe.
- Betrieb suchen oder neu anlegen. Prüfen Sie zuerst, ob es schon einen Eintrag gibt. Gibt es bereits einen Eintrag für Ihren Betrieb, übernehmen Sie ihn, statt einen zweiten anzulegen.
- Name, Kategorie und Adresse eintragen. Details dazu stehen im nächsten Abschnitt.
- Betrieb bestätigen. Ohne Bestätigung können Sie Angaben nicht bearbeiten und nicht mit Kunden interagieren.
- Profil vervollständigen. Ergänzen Sie Öffnungszeiten, Telefonnummer, Website-Adresse, Beschreibung und Fotos.
Name, Kategorie und Adresse richtig eintragen
Tragen Sie den Namen so ein, wie Ihr Betrieb im Alltag auftritt, also wie auf Schild, Visitenkarte und Rechnung. Nach den Richtlinien von Google gehören Sonderzeichen und unnötige rechtliche Zusätze wie „GmbH“ nicht in den Namen, es sei denn, sie sind Teil des tatsächlichen Namens und lassen sich belegen. Zusätze, die nicht zum Namen gehören, etwa Suchbegriffe, sind nicht vorgesehen.
Bei der Kategorie wählen Sie die, die Ihren Betrieb am genauesten beschreibt. Google weist darauf hin, Kategorien nicht als Keywords oder zur Beschreibung von Merkmalen zu verwenden. In die Adresszeilen gehören keine URLs oder Schlagwörter, sondern nur die Anschrift.
Betriebe ohne Ladengeschäft
Wenn Sie an Ihrer Adresse keine Kunden empfangen, können Sie die Adresse ausblenden und ein Einzugsgebiet angeben. Dann zeigt das Profil nur das Gebiet. Das ist die richtige Lösung für Betriebe, die zu den Kunden fahren, etwa Handwerker, Reinigungsdienste oder IT-Service. Wählen Sie das Gebiet so, wie Sie tatsächlich arbeiten, nicht so groß wie möglich.
Wie bestätigen Sie Ihr Unternehmen?
Die Bestätigung weist gegenüber Google nach, dass Sie den Betrieb vertreten dürfen. Welche Methoden Ihnen angeboten werden, entscheidet Google. Laut Google hängt das vom Unternehmenstyp, von öffentlichen Informationen, der Region und den Öffnungszeiten ab.
Genannt werden unter anderem:
- Telefon oder SMS: Sie brauchen Ihre geschäftliche Nummer und müssen den Anruf oder die Nachricht selbst entgegennehmen. Ein Sprachdialogsystem funktioniert nicht.
- E-Mail: Sie benötigen Zugriff auf die auf dem Bildschirm angezeigte Adresse.
- Videoanruf: Er ist nur zu Ihren Öffnungszeiten möglich. Sie zeigen dabei Ihren Standort und belegen die Inhaberschaft. Google empfiehlt diese Option, wenn sie verfügbar ist.
- Postkarte: Google schickt einen Code an die Adresse, den Sie im Profil eingeben.
Nicht jede Methode steht für jeden Betrieb zur Verfügung. Planen Sie deshalb etwas Zeit ein und stellen Sie sicher, dass die angegebene Telefonnummer und Adresse erreichbar sind.
Was gehört in ein vollständiges Profil?
Ein vollständiges Profil beantwortet die Fragen, die Kunden vor einem Anruf haben: Was machen Sie, wo, wann und wie erreiche ich Sie? Google empfiehlt, die Angaben so vollständig und korrekt wie möglich zu halten.
Diese Checkliste hilft:
- Öffnungszeiten inklusive besonderer Zeiten an Feiertagen und im Urlaub
- Telefonnummer und Website-Adresse, die genau so auch auf Ihrer Website stehen
- Kategorie passend zu Ihrer Haupttätigkeit
- Leistungen in klaren Worten, so wie Kunden sie suchen würden
- Fotos von Betrieb, Team, Fahrzeugen oder Arbeitsergebnissen, die wirklich Ihnen gehören
- Eine kurze Beschreibung in sachlichem Ton, ohne Werbesprüche
- Attribute wie Parkplätze oder WLAN, sofern sie auf Ihren Betrieb zutreffen
Prüfen Sie nach jeder Änderung an Adresse, Telefonnummer oder Öffnungszeiten auch Ihre Website. Widersprüchliche Angaben verunsichern Kunden und erschweren es Suchsystemen, Ihren Betrieb eindeutig zuzuordnen.
Wie gehen Sie mit Rezensionen um?
Rezensionen erscheinen neben Ihrem Profil und gehören laut Google zur Beliebtheit eines Betriebs. Sie dürfen Kunden aktiv bitten, eine Rezension zu schreiben, aber nicht dafür belohnen.
Google erlaubt, Kunden mit einem Link oder QR-Code zur Rezension zu führen. Als verboten gelten Anreize wie kostenlose oder vergünstigte Leistungen, Änderungen an Rezensionen und das Entfernen negativer Rezensionen. Solche Verstöße können Einschränkungen für das Profil nach sich ziehen.
So gehen Sie praktisch vor:
- Nach dem Auftrag fragen. Bitten Sie zufriedene Kunden persönlich, kurz zu bewerten, und geben Sie den Link mit.
- Auf jede Rezension antworten. Danken Sie bei positiven Bewertungen. Bei Kritik bleiben Sie sachlich und nennen Ihre Sicht, ohne den Kunden bloßzustellen.
- Nichts kaufen und nichts fälschen. Gekaufte oder selbst geschriebene Bewertungen verstoßen gegen die Richtlinien und schaden dem Vertrauen.
Eine Mischung aus positivem und kritischem Feedback wirkt laut Google oft vertrauenswürdiger als ausschließlich Bestnoten.
Wie hängt das Profil mit KI-Antworten zusammen?
Welche Quellen ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersichten von Google für lokale Fragen heranziehen, legen die Anbieter nicht im Detail offen. Eine Garantie, dort genannt zu werden, kann deshalb niemand geben. Sicher ist nur: Überprüfbare, übereinstimmende Angaben zu Ihrem Betrieb erleichtern es jedem System, Sie richtig einzuordnen.
Das heißt konkret, dass Name, Adresse, Telefonnummer, Leistungen und Öffnungszeiten im Profil, auf der Website und in Branchenverzeichnissen übereinstimmen sollten. Die Website sollte diese Angaben in klarem Text nennen und eine eigene Seite pro Leistung oder Standort haben. Wie das bei einer neuen Website abläuft, steht im Beitrag Website erstellen lassen: Ablauf, Dauer, Vorbereitung.
Welche Fehler kommen oft vor?
Die meisten Probleme entstehen durch Nachlässigkeit, nicht durch Technik. Prüfen Sie Ihr Profil einmal im Quartal auf diese Punkte:
- Doppelte Einträge: Ein zweites Profil für denselben Betrieb verwirrt Kunden, weil unterschiedliche Angaben im Umlauf sind.
- Veraltete Angaben: Alte Öffnungszeiten oder eine nicht mehr gültige Telefonnummer kosten Anfragen.
- Zusätze im Namen: Ein Name, der nicht dem tatsächlichen Auftritt entspricht, widerspricht den Richtlinien. Google behält sich bei Verstößen Einschränkungen vor.
- Unbeantwortete Rezensionen: Sie wirken, als würde sich niemand kümmern.
- Fremde Fotos: Verwenden Sie nur Bilder, an denen Sie die Rechte haben.
- Zugang nur bei einer Person: Wenn die einzige verantwortliche Person ausscheidet, ist das Profil blockiert. Tragen Sie deshalb eine zweite Person als Verwalter ein.
Nächster Schritt
Öffnen Sie Google Maps, suchen Sie nach Ihrem Betrieb und prüfen Sie, ob es schon einen Eintrag gibt und ob er stimmt. Wenn nicht, legen Sie ihn mit den Angaben aus Ihrem Impressum an und bestätigen Sie ihn. Wenn Sie zusätzlich eine Website brauchen, die diese Angaben sauber wiedergibt, schauen Sie auf die Seite Preise oder schreiben Sie PJE Systems über die Seite Kontakt.

