Wer eine Website erstellen lassen will, kauft keine Datei, sondern ein kleines Projekt mit festen Schritten. Wenn Sie diese Schritte kennen, können Sie Angebote vergleichen, Inhalte rechtzeitig vorbereiten und einschätzen, wann die Seite online sein wird. Dieser Beitrag beschreibt den Ablauf so, wie er bei einer Firmenwebsite für einen kleinen oder mittleren Betrieb üblich ist.
Was zu einer fertigen Website gehört
Eine Firmenwebsite besteht aus mehr als dem, was Besucher sehen. Zu einem vollständigen Auftrag gehören in der Regel:
- Struktur: welche Seiten es gibt und was auf jeder Seite steht.
- Gestaltung: Layout, Schriften, Farben und Bilder passend zu Ihrem Betrieb.
- Umsetzung: die eigentliche Programmierung oder Einrichtung in einem System, geprüft auf Handy, Tablet und Desktop.
- Technik im Hintergrund: Domain, Hosting, verschlüsselte Verbindung (HTTPS), E-Mail-Versand für das Kontaktformular.
- Pflichtseiten: Impressum und Datenschutzerklärung.
- Grundlagen für Google: Seitentitel, Beschreibungen, strukturierte Daten, eine Sitemap und saubere Adressen.
- Übergabe: Zugänge und eine kurze Dokumentation, damit Sie oder andere später weiterarbeiten können.
Fragen Sie bei jedem Angebot nach, welche dieser Punkte enthalten sind. Unterschiede im Preis erklären sich oft genau hier.
Der Ablauf in sieben Schritten
Die Reihenfolge ist bei fast allen Anbietern ähnlich. Unterschiedlich ist vor allem, wie viel Sie selbst beitragen und wann Sie etwas zu sehen bekommen.
- Ziel und Zielgruppe klären. Was soll die Website leisten: Anrufe bringen, Termine füllen, Bewerbungen einsammeln oder einfach seriös auffindbar sein? Wer soll sie nutzen, und von wo aus? Ein Handwerksbetrieb in der Hallertau braucht andere Schwerpunkte als ein Softwareanbieter, der bundesweit verkauft.
- Inhalte sammeln. Leistungen, Einzugsgebiet, Fotos, Logo, Kontaktwege, Öffnungszeiten. Je vollständiger diese Liste ist, desto schneller geht alles danach.
- Angebot einholen und vergleichen. Ein seriöses Angebot nennt Umfang, Preis, Korrekturrunden und wer Domain und Hosting bezahlt. Mehr dazu im Abschnitt zum Angebot weiter unten.
- Entwurf freigeben. Üblich ist, zuerst die Startseite zu gestalten. Erst wenn Sie sie freigeben, entstehen die übrigen Seiten. So fallen grundsätzliche Missverständnisse früh auf.
- Umsetzen und prüfen. Die Seite wird aufgebaut und unter einer Testadresse bereitgestellt. Dort prüfen Sie Inhalte und Darstellung auf dem eigenen Handy, bevor die Öffentlichkeit etwas sieht.
- Live schalten. Die Domain wird auf die neue Seite umgestellt. Bei einem Relaunch werden alte Adressen auf die neuen weitergeleitet, damit Links und Platzierungen bei Google erhalten bleiben.
- Übergeben und pflegen. Sie bekommen Zugänge und eine Einweisung. Danach klären Sie, wer kleine Änderungen übernimmt: Sie selbst, der Anbieter nach Aufwand oder ein Wartungsvertrag.
Bei PJE Systems sind das fünf Schritte, weil Ziel und Inhalte im ersten Gespräch zusammen besprochen werden. Den Ablauf finden Sie auf der Seite Websites.
Wie lange es dauert
Die reine Umsetzung ist selten der Engpass. Die meiste Zeit vergeht, bis Texte, Bilder und Entscheidungen vorliegen. Die folgenden Werte sind Erfahrungswerte von PJE Systems, keine allgemeingültigen Marktzahlen:
| Umfang | Typische Dauer | Wovon sie abhängt |
|---|---|---|
| Onepager (eine Seite) | ein bis zwei Wochen | Fotos und Texte vollständig, eine Korrekturrunde |
| Unternehmenswebsite, bis etwa 5 Seiten | zwei bis vier Wochen | Anzahl der Seiten, Kontaktformular, Abstimmung im Team |
| Größere Website mit eigenen Funktionen | nach Absprache | Terminbuchung, Anbindungen an Kalender oder andere Systeme |
| Relaunch einer bestehenden Seite | nach Umfang | Menge der alten Inhalte und Adressen, die übernommen werden |
Die Zeit beginnt, sobald die Inhalte vorliegen. Wenn Sie Texte erst schreiben müssen, planen Sie dafür eigene Wochen ein.
Was Sie vorbereiten sollten
Mit dieser Liste sparen Sie Rückfragen und meist auch Geld, weil weniger nachträglich geändert werden muss.
- Leistungen und Preise, so wie Sie sie am Telefon erklären würden. Stichpunkte genügen.
- Einzugsgebiet: in welchen Orten Sie arbeiten oder ob Sie bundesweit liefern.
- Eigene Fotos von Betrieb, Team und Arbeit. Echte Bilder wirken glaubwürdiger als Stockfotos.
- Logo als Vektordatei (SVG, PDF oder EPS), falls vorhanden.
- Angaben für das Impressum: Name, Anschrift, Kontakt, Registereintrag und Umsatzsteuer-ID, sofern vorhanden.
- Zugänge zu Domain und alter Website, falls es schon eine gibt. Oft liegen sie bei einem früheren Dienstleister.
- Beispiele: zwei oder drei Websites, die Ihnen gefallen, und eine, die Ihnen nicht gefällt. Das klärt Geschmacksfragen schneller als jede Beschreibung.
Rechtliche und technische Pflichtpunkte
Einige Punkte sind keine Geschmackssache. Sie gehören in jede Firmenwebsite, und ein Anbieter sollte sie ansprechen, ohne dass Sie danach fragen müssen. Dieser Abschnitt ist eine Übersicht, keine Rechtsberatung.
Impressum und Datenschutz
Geschäftsmäßige Websites brauchen ein Impressum mit den Angaben nach § 5 DDG, unter anderem Name, Anschrift und eine schnelle elektronische Kontaktmöglichkeit. Dazu kommt eine Datenschutzerklärung, die beschreibt, welche Daten die Website verarbeitet, etwa über das Kontaktformular oder das Hosting.
Einwilligung für Cookies und fremde Dienste
Nach § 25 TDDDG ist eine Einwilligung nötig, wenn Informationen auf dem Gerät der Besucher gespeichert oder ausgelesen werden, die für den Dienst nicht unbedingt erforderlich sind. Wer auf Statistik- und Werbedienste verzichtet und Schriften selbst ausliefert, kommt häufig ohne Einwilligungsbanner aus. Fragen Sie im Angebot, welche fremden Dienste eingebunden werden.
Barrierefreiheit
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit Juni 2025 für bestimmte Produkte und Dienstleistungen, darunter Angebote im elektronischen Geschäftsverkehr mit Verbrauchern, zum Beispiel Onlineshops. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind ausgenommen. Unabhängig von der Pflicht lohnt sich eine gut lesbare Seite mit ausreichendem Kontrast, Alternativtexten und Bedienbarkeit per Tastatur, weil sie für alle Besucher besser funktioniert.
Ladezeit und Darstellung auf dem Handy
Google misst die Nutzererfahrung mit den Core Web Vitals. Als gut gelten laut web.dev ein Largest Contentful Paint bis 2,5 Sekunden, eine Interaction to Next Paint bis 200 Millisekunden und ein Cumulative Layout Shift bis 0,1. Lassen Sie sich zeigen, wie die fertige Seite in diesen Werten abschneidet.
Worauf Sie beim Angebot achten
Ein Angebot ist dann vergleichbar, wenn es diese Fragen beantwortet:
| Frage | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Auf wessen Namen laufen Domain und Hosting? | Läuft beides beim Anbieter, sind Sie beim Wechsel auf ihn angewiesen. |
| Festpreis oder Abrechnung nach Aufwand? | Ein Festpreis braucht einen klar beschriebenen Umfang, sonst gibt es später Streit. |
| Wie viele Korrekturrunden sind enthalten? | Weitere Runden kosten meist extra. |
| Wer liefert Texte und Bilder? | Texterstellung ist eigene Arbeit und sollte getrennt ausgewiesen sein. |
| Welche Technik wird verwendet? | Baukasten, Content-Management-System oder eigener Code haben unterschiedliche Folgekosten. |
| Was kostet es nach dem Livegang? | Hosting, Updates und kleine Änderungen fallen laufend an. |
| Bekomme ich Zugänge und Dokumentation? | Ohne beides kann niemand anderes an der Seite weiterarbeiten. |
Wenn ein Anbieter auf eine dieser Fragen ausweicht, fragen Sie nach, bevor Sie unterschreiben.
Was eine Website kostet
Die Preise am Markt unterscheiden sich stark, je nach Umfang, Anbieter und Region. Deshalb ist ein Vergleich nur sinnvoll, wenn die Angebote denselben Umfang beschreiben. Planen Sie neben dem einmaligen Preis die laufenden Kosten für Domain und Hosting ein. Die einzelnen Kostenposten und Preisfaktoren erklärt der Beitrag Was kostet eine Website?.
PJE Systems arbeitet mit festen Paketen: einem Onepager (Starter), einer Unternehmenswebsite mit bis zu etwa fünf Seiten (Business) und einer umfangreicheren Website mit eigenen Funktionen (Premium). Die Preise stehen offen auf der Seite Preise. Domain- und Hostinggebühren zahlen Sie direkt beim Anbieter, Pflege nach dem Livegang wird nach Aufwand abgerechnet.
Selbst bauen oder bauen lassen?
Mit einem Baukasten können Sie eine einfache Seite selbst zusammenstellen. Das passt, wenn Sie Zeit haben, gern selbst gestalten und keine besonderen Funktionen brauchen. Sie übernehmen dann aber auch Pflichtseiten, Ladezeit, Darstellung auf dem Handy und die Grundlagen für Google selbst.
Erstellen lassen lohnt sich, wenn die Website Anfragen bringen soll, wenn Sie bei Google in Ihrer Region gefunden werden wollen (dazu gehört auch ein Google Unternehmensprofil) oder wenn eine bestehende Seite ersetzt wird, ohne Platzierungen zu verlieren. Einen Überblick über alle Leistungen finden Sie unter Leistungen.
Nächster Schritt
Notieren Sie Ziel, Leistungen und Einzugsgebiet in ein paar Sätzen und legen Sie vorhandene Fotos und Zugänge bereit. Mit diesen Angaben bekommen Sie von jedem Anbieter ein belastbares Angebot. Wenn Sie es mit PJE Systems besprechen möchten, genügt eine kurze Nachricht über die Seite Kontakt.

